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alarmierende Einwände von Kinder- und Jugendärzte gegen heutiges Schulsystem und Lehrplan 21

Meinung Vereinigung der Kinder- und Jugendärzte des Kt. Zürich zu Lehrplan 21

Sehr geehrte Damen und Herren liebe Mitdenker und Interessierte am LP 21

Hiermit senden wir Ihnen die Stellungnahme der Vereinigung Zürcher Kinder- und Jugendärzte, VZK  und meine private Meinung zum Lehrplan 21. Weil der letzte Versand nicht alle Adressen erreicht hat, verschicke ich das Mail nochmals in etwas anderer Form.

Als Kämpfer der ersten Stunde setze ich mich seit über 30 Jahren für eine “Kindgerechte Schule“ ein in meiner Praxis und in den Schulen .

Da in unseren ADHS Kindern, – welche leider einen sehr schlechten Ruf in der Bevölkerung und in der Schule geniessen – , ein riesiges Potential für unsere Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport, Kunst usw. steckt ist mir die adäquate Schulung dieser Kinder ein besonders Anliegen und damit wurde das ADS/ADHS und der Autismus zum eigentlichen Schwerpunkt in meiner Praxis.

So wie die „Macher“ des LP 21 intelligente, selbstgesteuerte Schülerinnen und Schüler in ihrem Kopf hatten, als sie das „Jahrhundertwerk LP21“  kreierten, gehe ich wahrscheinlich auch etwas einseitig von den immer häufiger vorkommenden Schülern und Schülerinnen mit Schulproblemen aus.

Obwohl auch ich viel Ritalin verordne (verordnen muss) tut es mir weh, wenn ich sehe wie die meisten Erneuerungen in der Schule der letzten Jahre und jetzt besonders im LP 21 immer mehr die Kinder überfordern und diese trotz vermehrten Anstrengungen eigentlich gar keine Verbesserung der Schulleistungen (z.B. im Deutsch aber auch in Mathe und Physik und Naturwissenschaften) erbringen können.

Worte wie Kompetenzorientierung sind Schlagworte zu etwas, was schon lange in unseren Schulen vermittelt wurde. Das „Jahrhundertwerk“ ist unerprobt, und niemand hat den Beweis erbracht, dass damit unsere, bereits schon gute Schule noch besser wird.

Erhöhter Druck auf Schüler und Lehrpersonen, so meine Erfahrung, vermindert deren Leistung.

Wir als Kinder- und Jugendärzte wurden zur Vernehmlassung gar nicht eingeladen. Die Meinung unserer Fachspezialisten, wie jene von Prof. Remo Largo und seinem Nachfolger Prof. Oskar Jenni  ist nicht gefragt.

Die Vereinigung der Kinder- und Jugendärzte des Kt. Zürich und ich privat haben daher beschlossen auf „eigene Faust“, d.h. ohne gefragt zu sein die Vernehmlassungsfragen zu beantworten und unsere Ansichten zu begründen.

Vielleicht können Sie unsere Stellungnahme zu Gunsten unserer Schülerinnen und Schüler irgendwie weiter verwenden.

Was die Vernehmlassung bes. fragwürdig macht ist neben den Antworten Ja / Nein auch die Antwort ja aber.  Diese wird in der Auswertung mit ja gewertet und verzerrt damit das ganze Resultat.

Ich danke Ihnen im Voraus für die Bereitschaft sich auch für die „Meinung der Ungefragten“ zu interessieren

Freundliche Grüsse

Dr. med. Hannes Geiges

Kinder-, Jugend- und Schularzt, Rüti / ZH

Mitglied der VZK

 

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