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Anfrage – zur Führung der Sekundarschule

Sekundarschule
Niederhasli Niederglatt Hofstetten
Dorfstrasse 37
8155 Niederhasli

Niederglatt, 12. Februar 2016

Anfrage gemäss Gemeindegesetz § 51 zur Führung der Sekundarschule

Sehr geehrte Damen und Herren

Mit diesem Schreiben stelle ich folgende Anfragen gemäss Gemeindegesetz:

  1. Im Bericht von Schweiz Aktuell wurde von den Reportern festgestellt, dass es „keinen klassischen Unterricht mehr gebe, nur ab und zu vermitteln Lehrer in kurzen Lektionen Wissen“. Demgegenüber steht die Aussage des Schulpflegepräsidenten in einem Communiqué, dass die Schülerinnen und Schüler lediglich 30% der Zeit mit selbstorientiertem Lernen verbringen. Bitte listen Sie gemäss aktuellem Stundenplan, je eines Erst-, Zweit- und Drittklässlers jene 70% der Lektionen auf, welche nach klassischer Unterrichtsform erfolgen.
  1. Der Leiter des Volksschulamtes Martin Wendelspiess sagt in der Reportage aus, dass es die Frage sei, „wie und in welchem Mass die verschiedenen Lernmethoden eingesetzt werden“, ferner sagt er „er wolle nicht die Methoden gegenseitig ausspielen“ und „alle Lernmethoden, Frontalunterricht, SOL und andere Methoden haben ihre Daseinsberechtigung. Uns (dem VSA) ist es wichtig dass Lehrerinnen und Lehrer ein Repertoire an verschiedenen Methoden haben, welche Sie bezogen auf die jeweilige Klasse sowie den einzelnen Schülerinnen und Schüler anwenden können“. Diesem Verständnis steht die Aussage des Schulleiters „Man kann SOL nicht als Lightversion einführen“, diametral gegenüber. Was hält die Schulpflege von diesen Gegenteiligen Philosophien zwischen Schulleiter Turkawka und dem Volksschulamt?
  1. Das Reporterteam hält fest, dass SOL in anderen Gemeinden ebenfalls eingeführt wurde, jedoch weniger radikal. Offensichtlich haben tatsächlich andere Gemeinden eine sanfte kontrollierte Anpassung des Schulmodells vollzogen, ohne Opposition der Bevölkerung. Im Falle der Sekundarschule NiNiHo war diese Transformation von massiver Negativpresse und Kollateralschaden (Burnout’s, Kündigungen, Demonstrationen) begleitet. Wer trägt aus Sicht der Schulpflege die Verantwortung dafür und über welche Konsequenzen hat die Schulpflege nachgedacht?
  1. Auf der neuen Homepage eduzis wird unter der Rubrik : Einblicke –  Kommentar,  das Thema «Unsere Meinung»  thematisiert, ohne einen Verfasser zu erwähnen. Der Einstiegs Satz nach der Überschrift lautet und ich zitiere :»Nicht alles was publiziert wird, entspricht den Tatsachen …» Danach kommt ein nächster Absatz, der wie folgt lautet und ich zitiere :»Die Presse verkürzt, setzt Pointen, sucht das Spektakel. Nicht alles was heiss gekocht wird, wird so heiss gegessen. Gerne stellen wir unsere Sicht hier dar.» Bitte teilen Sie mir mit, wer der Verfasser dieser «Meinung» ist und weshalb eine öffentliche Schule in der Homepage solche Sätze verwendet. Auf der gleichen Seite steht ein Zitat, welchen folgenden Wortlaut hat und ich zitiere : «Medialer Populismus schafft keine Aufklärung, dafür Wutbürger und Verschwörungstheoretiker.» Auch hier ist mir nicht klar, weshalb auf der Homepage einer öffentlichen Schule ein solches Zitat steht und ich bitte Sie, mir dieses Zitat grundsätzlich zu erklären. Sind Sie ausserdem der Meinung, dass alle Aussagen auf dieser Seite vollständig und abschliessend aufgelistet sind ? Weshalb wird grundsätzlich die von der Öffentlichkeit finanzierte Homepage einer öffentlichen Schule missbraucht, um die einseitige Sichtweise der Schulpflege zu präsentieren und darzustellen ?

 

Freundliche Grüsse


 

 

hier folget der Link zur Antwort der Sekundarschulgemeinde