Monthly Archives: März 2018

Text für MiBla (März 18)

Verein Eltern und Bürger für eine starke Schule

Auch diesen Monat greifen wir ein allgemeines Schulthema auf, das viele Eltern beschäftigt:

Hausaufgaben ja oder nein?

Hausaufgaben sind bei den meisten Schülern unbeliebt und es ist in vielen Familien ein nervenaufreibender Kampf, bis sie erledigt sind. Warum also nicht einfach die Hausaufgaben abschaffen, wenn man dadurch die Schüler auf seiner Seite hätte und einige Elternhäuser entlasten könnte?

Häufig gehörte Argumente dagegen sind:

  • Oft werden die Aufgaben schnell und unkonzentriert hingepfuscht oder abgeschrieben.

  • Eltern empfinden es als Belastung, nach der Arbeitszeit noch die Aufgaben ihrer Kinder überwachen oder sie ihnen gar erklären zu müssen.

  • Einzelaufgaben sollten während der Schulzeit gemacht werden, z.B. im Office.

Wann sind Hausaufgaben sinnvoll?

Nicht jede Einzelarbeit eignet sich als Hausaufgabe! Eine gute Lehrperson sollte nur sinnvolle Hausaufgaben geben und sie nicht benoten, da die Eigenleistung nicht sicher feststellbar ist.

Benotete Einzelarbeiten gehören z.B. in einen Atelierunterricht. Auch müssen alle Hausaufgaben ohne Erklärungshilfe der Eltern möglich sein.

Unser Gedächtnis braucht Wiederholung; je öfter man sich mit der gleichen Sache beschäftigt, desto stärker bleibt es im Hirn verankert. Daher ist es sinnvoll, gewisse Dinge zu vertiefen, die im Unterricht behandelt wurden. Dazu gehören:

  • Franz- oder Englisch-Wörter lernen

  • Automatisieren und Üben von Rechnungsarten oder Verbformen

  • Auswendig Lernen von Lerninhalten

  • Fertigstellen von im Unterricht angefangenen Übungen

  • Sich auf eine Prüfung vorbereiten: d.h. den durchgenommenen Stoff repetieren, damit er haften bleibt. Ein Teil kann in einer Gruppe geübt werden oder im Atelier, wo man der Lehrperson Rückfragen stellen kann; für den letzten Schliff ist aber Einzelarbeit Zuhause am zielführendsten.

Wie können die Eltern ihr Kind unterstützen?

  • Einen ruhigen Lernplatz für das Kind einrichten.

  • Zusammen mit dem Kind bestimmen, wann es die Aufgaben erledigen soll; das kann individuell sehr unterschiedlich sein.

  • Nachfragen: Was für Aufgaben hast du? Musst du Wörter lernen? Hast du eine Prüfung? Sich allgemein interessieren, ohne konkret zu helfen.

  • Dem Kind eine moralische Stütze sein, wenn es lustlos ist oder vor zu viel Arbeit zurückschreckt.

  • Konzentration fördern: z.B. abmachen, dass 30min lang ohne Handy, Chats und andere Social Media gelernt wird.

Solche lernförderliche Rahmenbedingungen und Abmachungen zwischen Eltern und Kind helfen beiden Seiten: Das Kind profitiert von den selbständig gemachten Hausaufgaben und die Eltern sind entlastet!

Für den Vorstand: Suzanne Weigelt und Nicole Fuchs

Kontakt: starkeschule@gmx.ch

Text für MiBla (Februar 18)

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger

Der Verein für eine starke Schule freut sich, folgende vier parteilosen Kandidaten als Team für das
Amt der Sekundarschulpflege, für die Erneuerungswahlen 2018 vorstellen zu dürfen:

Nicole Fuchs (Präsidentin), neu, selbständig
Beat Kappeler, neu, Primarschullehrer
Roger Huber, neu, Fachmann Sicherheit
Anita Lommatzsch, bisher, Kaufm. Angestellte

Weitere Informationen zu den Kandidaten erhalten Sie unter: igniniho.webhop.info
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und die Unterstützung der Kandidaten.

Verein für eine starke Schule
Suzanne Weigelt

Test für MiBla (Januar 18)

Liebe Leser unserer Vereinsbeiträge

Bis zu den Wahlen dürfen wir gemäss Mibla Statuten nichts Kritisches mehr zur Schule schreiben. (Wir verweisen Sie jedoch gerne auf die Homepage der IGSchule NiNiHo, wo Sie aktuell unsere Rubrik «Wahlen» anklicken können.)

Da wir uns ja aber die Schulthematik auf die Fahne geschrieben haben, werden wir bis im April allgemeine Fragen aufnehmen, die im Laufe von Gesprächen mit Vereinsmitgliedern aufgetaucht sind. Zum Auftakt des neuen Jahres wollen wir das berühmte Motto unseres ehrenwerten Zürcher Pädagogen Heinrich Pestalozzi unter die Lupe nehmen: Gemäss ihm soll Unterricht «mit Kopf, Hand und Herz» geführt werden. Was bedeutet das konkret?

«Kopf»: Das sind einerseits die kopflastigen Fächer, in denen die Schüler Fertigkeiten lernen wie Rechnen, Lesen, Schreiben, Fremdsprachen, Mathe etc. Meistens wird Schule nur mit diesem anstrengenden Teil verbunden. Tatsächlich ist Lernen anspruchsvolle, oft beschwerliche Arbeit, zu der es eine gewisse Überwindung braucht. Andererseits meint «Kopf» auch, dass die Lehrperson mit Kopf, sprich Wissen unterrichtet: Sie bereitet den Lernstoff schülergerecht auf, benutzt ihre Ausbildung und Erfahrung, damit die Kinder zum Lernerfolg kommen.

«Hand»: Damit ist die praktische Seite gemeint; einerseits sind dies Fächer wie Handarbeit, Werken, Zeichnen, Kochen und Sport, die nicht nur den Kopf, sondern auch den Körper einbeziehen. Obwohl er einen wichtigen Teil des Unterrichts ausmacht, wird er manchmal vergessen. Sieben Lektionen Schule pro Tag bedeuten aber nicht, sieben Stunden Mathe und Franz, sondern es ist meist ein gesunder Mix von strengen und lockereren Fächern, wo vielfältige Fähigkeiten geübt werden. Andererseits bedeutet «Hand» für die Lehrperson, dass sie ihren Schülern Hand reicht, um sie anzuleiten, wie sie am besten lernen können. Sie bietet verschiedene praktische Lernmethoden an. Die eine Schülerin wird gefordert, beim anderen legt die Lehrperson auch mal hilfreich Hand an und zeigt konkret vor, wie es geht. Mit didaktischem Geschick und Methodenvielfalt kann die Lehrperson so ihre Schüler gezielt fördern.

«Herz»: In diesen Teil gehört von Schülerseite her alles, was ihnen Freude macht: Die Lieblingsfächer, vielleicht auch Musik, lustvoll von Herzen gesungen, aber auch all die anderen schulischen Aktivitäten, die gemeinsam mit den Schulkameraden stattfinden: Schulreise, Exkursionen, Pausenplatz und vieles mehr. Lehrerseits bedeutet «Herz» den Beruf mit Herzblut ausüben, Herz zu zeigen für seine Schüler, indem man eine Beziehung zu ihnen aufbaut; sich für sie interessiert, den Zugang zu ihnen sucht. die Beziehung zwischen Lehrerpersönlichkeit und Schüler ist bekanntlich ein Schlüsselfaktor für die Lernmotivation.

Ob Pestalozzis ganzheitlicher Unterricht mit Kopf, Hand und Herz heute noch zielführend für den Lernerfolg ist, bleibt Ihrem Urteilsvermögen überlassen.

Für den Vorstand: Suzanne Weigelt und Nicole Fuchs
Kontakt: starkeschule@gmx.ch